Energiemanagement

Jedes Unternehmen sollte sich systematisch mit dem Thema Energiemanagement auseinandersetzen, obwohl gesetzlich nur die Unternehmen, die nicht den KMU-Stauts haben, hierzu verpflichtet sind.

Neben Energieeffizienzsteigerungen und den damit verbundenen Wettbewerbsvorteilen, gibt es zahlreiche steuerliche Rückerstattungen, die in Anspruch genommen werden können.

Im Energiemanagement gibt es 4 wesentliche Ansätze. Welcher für Ihr Unternehmen der Beste ist, erörtern wir gerne gemeinsam mit Ihnen:

  • ISO 50001
  • Alternatives System
  • Energieaudits
  • EMAS
iso500family

Im Bereich Energiemanagement werden insbesondere die ISO 50003 und die ISO 50006 in nächster Zeit in den Fokus rücken. Spätestens ab Oktober 2017 ist die ISO 50003 für die Zertifizierungsgesellschaften verpflichtend.  Sie sieht vor, dass eine messbare Verbesserung der energiebezogenen Leistung von den Organisationen nachgewiesen werden muss, da sonst eine wesentliche Nichtkonformität vorliegt, die zum Verlust des Zertifikates führen kann!

Die ISO 50006 unterstützt die Organisationen bei der Messung der energiebezogenen Leistung unter der Nutzung von energetischen Ausgangsbasen und Energieleistungskennzahlen. Insbesondere geht es darum, Einflussfaktoren / Variablen zu ermitteln und ihren Einfluss auf die Energieverbräuche zu bestimmen, um so möglichst genaue Verbrauchsprognosen zu erstellen und Einsparungen konkret nachzuweisen. Hierbei kann es erforderlich werden, mathematische Modelle zu entwickeln.

Sie werden feststellen, die Zeiten mit den einfachen zweidimensionalen Kennzahlen wie zum Beispiel kWh/kg sind vorbei und Sie erhalten endlich aussagekräftige Informationen, sobald Sie weitere Variablen konkret mit einbeziehen.

ISO 50001

Die ISO 50001 definiert die Anforderungen an das Energiemanagementsystem und bildet gleichzeitig die Zertifizierungsgrundlage. Ziel der Norm ist es, Organisationen beim Aufbau eines Energiemanagement-Systems und bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer energiebezogenen Leistung zu unterstützen.

Zu den Kernthemen eines Energiemanagementsystems gem. ISO 50001 gehören:

  • Energetische Bewertung
  • Definition von Energiezielen und Kennzahlen
  • Messkonzept
  • Überwachung und Auswertung von Energieverbräuchen
  • Ermittlung und Einhaltung energierechtlicher Gesetze und Verordnungen
  • Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern

 

ISO 50002

Die ISO 50002 enthält eine Anleitung für die Durchführung von Energie-Audits. Sie ist die ISO zu der in Deutschland besser bekannten DIN EN 16247.

ISO 50003

Seit Oktober 2017 ist die ISO 50003 für Zertifizierungsgesellschaften verpflichtend.  Sie sieht vor, dass eine messbare Verbesserung der energiebezogenen Leistung von den Organisationen nachgewiesen werden muss, da sonst eine wesentliche Nichtkonformität vorliegt, die zum Verlust des Zertifikates führen kann!

ISO 50004

Die ISO 50004 enthält Hinweise zur Einführung, Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung von Energiemanagementsystemen

ISO 50006

Die ISO 50006 unterstützt die Organisationen bei der Messung der energiebezogenen Leistung unter der Nutzung von energetischen Ausgangsbasen und Energieleistungskennzahlen. Insbesondere geht es darum, Einflussfaktoren / Variablen zu ermitteln und ihren Einfluss auf die Energieverbräuche zu bestimmen, um so möglichst genaue Verbrauchsprognosen zu erstellen und Einsparungen konkret nachzuweisen.

ISO 50015

Die ISO 50015 gibt Hilfestellungen bei der Messung und Verifizierung der energiebezogenen Leistung. Sie enthält Mess- und Verifizierungsgrundsätze, Hinweise für die Erstellung eines Mess- und Verifizierungsplans sowie für dessen Umsetzung.

Der ISO 50001 liegt der PDCA-Zyklus zugrunde. Allerdings geht es hierbei nicht nur um die Verbesserung des Energiemanagement-Systems, sondern um die Verbesserung der energiebezogenen Leistung der Organisation:

pdca-zyklus

SpaEfV – Das alternative System für KMU

Die Anforderungen an ein alternatives System sind in der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) definiert. Das alternative System stellt eine weitere Möglichkeit für KMUs dar, die Voraussetzungen für die Beantragung des Spitzenausgleichs zu erfüllen.

DIN EN 16247 Energieaudits

Im Rahmen von Energieaudits werden Unternehmen intensiv auf mögliche Energie-Einsparpotentiale untersucht. Diese Audits müssen gemäß dem Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) von Nicht-KMUs alle 4 Jahre wiederholt werden. Der Nachteil solcher Audits ist, dass es sich immer nur um eine Momentaufnahme handelt. Identifizierte Maßnahmen gehen anschließend oft im Tagesgeschäft unter und werden nicht umgesetzt. Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass es langfristig immer besser ist, sich regelmäßig und in Form eines Management-Systems mit dem Thema Energiemanagement auseinanderzusetzen. Gerne stehe ich Ihnen für Fragen rund um das Thema Energieaudits zur Verfügung.

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